Stiftung

Apostelgeschichte 2:42 Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.

Die Stiftung führt den Namen Stiftung Baustelle Leben

Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.

Die Stiftung hat ihren Sitz in Köln.

Die Stiftung dient der Förderung der Religion, der Jugend- und Altenhilfe, der Erziehung, Volks- und Berufsbildung, des Schutzes von Ehe und Familie sowie des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger und kirchlicher Zwecke. Sie soll mit der Verfolgung dieser Zwecke neue Wege beschreiten, um Menschen das Christentum nahe zu bringen und damit christlich missionarisch wirken.

Die Stiftung verwirklicht ihre Zwecke insbesondere dadurch, dass sie öffentlichen oder als steuerbegünstigt anerkannten privaten Körperschaften, die die in Absatz 1 genannten Ziele verfolgen, finanzielle Mittel zur Verwirklichung ihrer satzungsmäßigen Aufgaben zur Verfügung stellt. Die Fördermittel können als institutionelle oder als Projektförderung vergeben werden. Die Förderung kann auch die Organisationsentwicklung der geförderten Organisationen zum Inhalt haben.

Geschichte

Das Haus wurde 1757 erbaut.

Später bewohnte die Familie Dierke das Haus. Sybille Dierke übernahm 1930 nach dem Tod der Eltern und des älteren Bruders das Gut mit Hilfe eines Verwalters. Damals war sie 28 Jahre alt. Bis 1945 gelingt ihr das offensichtlich gut; danach folgen Enteignung und Vertreibung.

Fräulein Dierke muss eine fromme Frau gewesen sein, denn sie hat den Silmersdorfer Kindern im Gutshaus Christenlehreunterricht erteilt.“ (AvP im RB Dez.2000) Später hat sie einem Inspektor die eine Haushälfte zugeschoben. Das war der Vater von Margret Jokiel, die die enteignete Hälfte im Jahr 2001 an Andrea von Parpart verschenkte. Mitbesitzer dieser Hälfte war die Familie Prause. Die andere Hälfte erwarb sie von der Treuhand, die nach der Zerschlagung der LPG das Haus übernommen hat. Nun war das Haus wieder in einer Hand, doch sehr baufällig und seit dem Jahr 2000 auch unter Denkmalschutz.

„In irgendeiner Art und Weise ist fast jeder im Dorf mit dem Gutshaus verbunden. Die älteren Bewohner erinnern sich gern an die Zeit, als Fräulein Diercke den Hof bewirtschaftete. Sie hielt regelmäßig Kindergottesdienst in ihren Räumlichkeiten ab. Zu Ostern und Weihnachten lud sie die Bevölkerung ins Gutshaus ein. Ostern wurden sogar Eier in ihrem großen Park gesucht. Bis heute merkt man den Einfluß dieser Frau! Ihr ist es auch zu verdanken, daß noch ca. 50% der Dorfbewohner Kirchenmitglieder sind und die Dorfkirche in einem erträglichen Zustand ist (da kann man in den umliegenden Dörfern ganz andere traurige Ruinen besichtigen!).“ (AvP im RB 2001)

„Später nach dem Krieg beherbergte das Haus viele Flüchtlinge, von denen etliche in Silmersdorf blieben. Es kam die Bodenrefom, das Gutshaus wurde Hauptquartier der LPG. Nach der Wende wohnten dort u.a. Sozialhilfeempfänger.“ (AvP im RB 2001)

Andrea von Parpart hatte den Traum ein Haus zu finden wo eines Tages Menschen in einem Haus als Christen zusammen leben, Arbeit, Gebet und freie Zeit teilen und Gott an die erste Stelle setzen. Ihr Herz ist die Tischgemeinschaft, die sie immer wieder in der Feier des Heiligen Abendmahls erneuern. Der/die Einzelne lebt in einer persönlichen Beziehung zu Jesus Christus. ER baut diese Gemeinschaft. Aus solch einer „Keimzelle“ wächst Gemeinde.

Ihr Ziel war es eine christliche Gemeinschaft, ein Jugendkloster aufzubauen.

Andrea von Parpart (1953 – 2014) war evangelische Pfarrerin, später machte sie eine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker und gleichzeitig eine Abendschule zur KFZ-Meisterin und arbeitete bei Toyota und Opel. 1992 gründet sie eine Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten Coaching, Beratung und Begleitung. Danach gab es wieder eine Zeit, in der sie als Pfarrerin in Latdorf/anhaltinische Kirche arbeitet. Durch die Diagnose einer Krebserkrankung kommt sie im Jahr 2000 in den vorzeitigen Ruhestand und folgt ihrem Traum und Gottes Führung in die Prignitz.

2001 gründet sie den Verein Jugendkloster e.V. und renoviert mit vielen Helfern und einem langen Atem von Baustelle zu Baustelle und von Kraft zu Kraft das große Haus. 2004 wurde mit Hilfe von vielen Silmersdörflern unter ihrer Leitung die ganze Kirche renoviert. Ein neues Glockengeläut wurde gespendet und das Dach erneuert.

2011 ändert sie den Verein in „Verein zur Förderung der Baustelle Leben e.V.“. Da ihre Kräfte immer weniger werden kümmert sie sich um eine Nachfolge. Deswegen wandelt sie den Verein 2012 in eine Stiftung um, damit ein Geschäftsführer in diesem Werk angestellt werden kann.

Im April 2014 stirbt Andrea von Parpart und der Stiftungsrat sucht weiter nach einem geeigneten Nachfolger. Sylvia Schade betreut weiterhin Gäste und über ein Jahr wird das Haus von Birga Boie-Wegener verwaltet.

Im August 2015 übernimmt Andreas Bohn als Geschäftsführer mit seiner Frau Damaris Bohn als Hauseltern das Gutshaus und die Stiftung. Sylvia Schade bleibt weiterhin für die Gästebetreuung und die Hauswirtschaft zuständig, mittlerweile arbeitet sie allerdings nicht mehr bei uns.

Als Familie legen sie ihre Schwerpunkte auf Stärkung von Ehe, Familie und Kinder. Das Haus wird eine Oase der Ruhe, der Entspannung und der Gemeinschaft in einer großen christlichen Familie.

Seit 2018 findet das alltägliche Leben noch mehr in Gemeinschaft statt. Nun leben auch Lara und Stefan mit im Gutshaus. Sie strecken sich gemeinsam mit Familie Bohn nach der Verwirklichung der Visionen aus.

Satzung

Die Stiftung Baustelle Leben fördert mildtätige; kirchliche und folgende gemeinnützige Zwecke:

  • Förderung der Religion

  • Förderung der Jugend- und Altenhilfe

  • Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung

  • Förderung des Schutzes von Ehe und Familie

  • Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger und kirchlicher Zwecke

Die Stiftung Baustelle Leben ist berechtigt, für Spenden, die ihr zur Verwendung für diese Zwecke zugewendet werden, Zuwendungsbestätigungen nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck (§50 abs. 1 EStDV) auszustellen.

Konkret sind das Veranstaltungen im Bereich Religion und Jugend:

  • Lobpreisabende, Konfirmandenaktionen, Meditationsabend und die Möglichkeit für eine bestimmte Zeit eine Auszeit für Einzelne zu haben, Betreuung von Gruppen, die in ihrem Glauben an den christlichen Gott wachsen wollen.

im Bereich Ehe und Familie:

  • Krabbelgruppe, Vater-Kind-Tag, Familienmutmachtage, Kanu-Paar-Wochenende, Candlelightdinner für Paare, Jesus-Geburtstagsparty, Silvesterfreizeit.

Im Bereich bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger und kirchlicher Zwecke:

  • Veranstalten von Schul- oder Kindergartenfeste mit Benutzung des kinderfreundlichen Gartens, auch größere Festveranstaltungen sind im Gästehaus und auf dem Gelände möglich

Ansonsten gibt es die Möglichkeit sich im Fitnessraum sportlich zu betätigen.

Wer wir sind

Andreas Bohn

„Ich bin Andreas Bohn, der neue Geschäftsführer der Stiftung. Von Beruf bin ich Elektro-Handwerksmeister und im Praktischen Bereich begabt. Ich liebe es Neues zu schaffen und Unmögliches möglich zu machen. Beziehungen sind mir wichtig. Nicht nur als Ehemann und Vater sondern auch mit Freunden, Fremden und wichtigen Personen. Als Schulsprecher der Grundschule ist es mir wichtig in der Prignitz Gemeinschaftsaktionen anzuleiten und Menschen zusammenzubringen. Vor vielen Jahren war ich in der Prignitz Jugendleiter in der evangelischen Landeskirche und für alle Späße zu haben. Gott kann man im Tun und Erfahren erleben! Durch die Bewahrung bei einem schweren Autounfall, spürte ich, das Gott noch mehr mit mir vorhat, und so haben wir als Familie beschlossen eine Jüngerschaftsschule bei Jugend mit einer Mission e.V. zu besuchen. Später in der Familiendienstschule wurde mir bewusst was es heißt Mann, Vater und Ehemann zu sein. Mir ist es wichtig Männer herauszufordern und zu ermutigen.“

Damaris Bohn

„Ich bin Damaris Bohn und habe als Jugendliche Heilung von Sucht und Depression durch Gott erlebt. Seitdem ist es mein Wunsch immer mehr in die Berufung, die Gott mir gegeben hat hineinzuwachsen. Als Ehefrau, Mutter, Musikerin, Kreativfrau und Gesprächspartnerin habe ich verschiedene Aufgabenbereiche, die in der Stiftung gefragt sind. Als gelernte Krankenschwester habe ich auch im Hospiz gearbeitet, weil ich die Wirklichkeit des Lebens und Sterbens erkennen will. In verschiedenen Entwicklungsländern habe ich in Kurzzeiteinsätzen die Gemeinde Gottes neu kennengelernt und möchte in Verantwortung und Demut als Deutsche, Menschen ermutigen und ein größeres Bild von Gottes Möglichkeiten weitergeben. Es ist mir wichtig, dass Menschen den lebendigen, liebenden himmlischen Vater kennenlernen.
Meine Aufgaben sind in der Verwaltung der Kontakte, Rundbriefe, Veranstaltungen und Spenden. Außerdem leite ich eine Krabbelgruppe, spiele Klavier und habe ein Herz für Lobpreis.“

Stiftungsorganigram

Christiane Breuninger

Christiane Breuninger: „Die Stiftung finde ich gut, weil ich christliche Projekte, Gemeinschaften und Werte auch in Ostdeutschland für wichtig und wertvoll erachte.“

Kersten Lauterbach

„Ich bin Mitglied im Stiftungsrat.
In der Baustelle Leben habe ich christliche Gemeinschaft kennengelernt und möchte gern andere Prignitzer dazu einladen.“

Lara

„Zunächst kam ich als Auszeitgast ins Gutshaus Silmersdorf. Während meiner Auszeit und auch in der Zeit danach, spürte ich, dass Gott mich ruft, mich in der Baustelle Leben einzubringen, so dass ich den Glaubensschritt ging, von meiner Heimatgemeinde ausgesendet wurde und nun zurückkam um länger zu bleiben.
 Meine Tätigkeiten umfassen Betreuung der Auszeitgäste, Veranstaltungsorganisation, Hauswirtschaft, Kleingruppenarbeit, Vernetzung mit Ortsgemeinden, sowie Gebetsunterstützung für die Menschen vor Ort.
Als Teil meiner Berufung verstehe ich, Raum zu schaffen, so dass, Gott Menschen begegnen und Innere Heilung geschehen kann. Außerdem liegt mir die Stärkung von Beziehungen und Familien, vor allem auch der Umgang mit Kindern, sehr am Herzen.
Ich genieße die Gemeinschaft mit Familie Bohn und freue mich auf die neuen Herausforderungen und darauf Gottes Wirken zu erleben.“

David Hoffmann

„Warum ist mir die Sache wichtig?
Ich liebe Jesus, ich habe ein Herz für die Menschen in Ostdeutschland und ich bin begeistert von der Vision der Stiftung Baustelle Leben hier auf ganz neue Art und Weise Christsein zu leben und eine christliche Gemeinschaft und Gemeinde zu bauen.
Darum habe ich früher Andrea von Parpart unterstützt, sowohl bei den Bauarbeiten als auch später als Mitglied des Stiftungsrats und aus den gleichen Gründen unterstütze ich jetzt Familie Bohn, die das Haus in Silmersdorf mit Leben füllen, Gemeinde bauen, Gäste beherbergen, Beziehungen bauen und die begonnene Arbeit mit ihren eigenen Gaben und Fähigkeiten erfolgreich fortführen.
Ich genieße bei jedem Besuch die Atmosphäre, die in dem Haus in Silmersdorf herrscht und betrachte es als eine Ehre, beim Projekt Baustelle Leben mitarbeiten zu dürfen.“

Stefan

„Im Mai 2018 hat mich mein Weg ins Gutshaus geführt, wo ich mit meinem treuen Begleiter, meinem Hund, vorrübergehend eingezogen bin. Gemeinsam mit ihm bin ich viel draußen unterwegs und genieße die Weite und Natur der Prignitz.
Mit meinen Fähigkeiten als Koch erfreue ich gerne die Gäste und Mitarbeiter hier im Haus. Ich schätze die Gemeinschaft und die Gespräche hier sehr.
Mit meinem handwerklichen Geschick bringe ich mich auch gerne in Haus und Garten ein.“

Familie Bohn

Familie Bohn Baustelle Leben Triglitz

Nachdem Andrea von Parpart 2014 als Gründerin der Stiftung Baustelle Leben verstorben ist, hat die Familie Bohn bestehend aus

Andreas, Damaris, Johannes, Charlotte, Benjamin & Josefine im August 2015 die Stiftung und das Gutshaus über- und eingenommen.

Andreas Bohn ist 33 Jahre alt und in der Prignitz aufgewachsen. Nach 12 Jahren Berlin, Nagold (Ba-Wü) und Hainichen (Sachsen) ist er mit seiner Familie und dem Traum von einem Gästehaus für Gott in die Prignitz zurückgekehrt. Er ist Elektromeister und hat sich in Silmersdorf selbständig gemacht. Außerdem ist er der neue Geschäftsführer der Stiftung Baustelle Leben.

Damaris Bohn ist 34 Jahre alt, gebürtige Schwäbin und seit bald 11 Jahren mit Andreas verheiratet. Sie ist ausgebildete Krankenschwester und musisch begabt. Im Gutshaus leitet sie die Krabbelgruppe und den Lobpreisabend.

In Hainichen haben sie als Familie eine DTS (Discipleship-Training-School), Jüngerschaftsschule, bei Jugend mit einer Mission gemacht und waren zum Auslandseinsatz in Tansania. Danach haben sie die Familiendienstschule in Hainichen absolviert, um als Familie für die Mission gerüstet zu sein.

Die Stiftung Baustelle Leben erfährt mit der Familie Bohn neue Schwerpunkte:

  • Als Familie Gott erleben – gesunde Beziehungen leben

  • Kinder und Jugendliche erfahren Gott bei Ausfahrten oder Events

  • Das Gästehaus ist Oase für Menschen, die eine Auszeit brauchen, oder/ und Ermutigung in Gebet und Lobpreis suchen

  • Das Haus ist Begegnungshaus für Sportler, Hauskreise, internationale Menschen, Leute aus der Region, Gemeinschaftsgruppen mit dem Schwerpunkt Meditation, Gott begegnen oder Sonstiges